Starker Auftritt für NRW Athleten bei der Biathle/Triathle-WM in Florida
von Maike Schramm
Biathle Staffel
Am Donnerstag wurde mit den Biathle-Staffeln das Event eröffnet. Mit den Medaillen hatte die Neuss-Bonner-Paarung Emily Freund und Kurt Tohermes nichts zu tun.
Auch die Triathle-Staffel am Freitag stand unter keinem guten Stern, obwohl die deutsche Staffel Emily Freund und Kurt Tohermes auch hier zum Favoritenkreis zählte. Emily Freund kam leider mit der Leihpistole nicht zurecht. Den Rückstand konnte Kurt nicht wegmachen und so wurde es diesmal die Bronzemedaille.
Triathle
Kurt hatte es am Samstag mit einem knallharten Feld zu tun und die Lichtverhältnisse waren sehr schwierig, da die frühen Gruppen direkt in die Sonne gucken mussten. Allein sechs nationale Meister standen an der Startlinie Bernhard Siebrits aus Südafrika sorgte auf der ersten Runde für ein Höllentempo, welches der Spanier Manuel Alvarez und Alain Trinical aus Frankreich mitgingen. Für Kurt und den Briten Lajos Fazekas war das Tempo zu hoch und sie hielten sich zurück. Das zweite Schießen brachte ihn auf Platz drei und nun verschärfte er das Tempo beim Laufen, sodass der Südafrikaner abreißen lassen musste. Manuel verlor im dritten Schwimm-Splitt den Anschluss, also musste die letzte Runde über die Medaillenverteilung entscheiden. Kurz vor dem Schießstand trat Kurt an, um das Feld von vorn zu kontrollieren. Er verließ den Stand auch als erster und musste im vierten Schwimmen eigentlich nur den Briten fürchten. Der kam auch näher, blieb aber hinter ihn und das erste Einzelgold für das deutsche Team war unter Dach und Fach.
Mannschaft (Foto: K. Kuruc)
Emily Freund kämpfte sich tapfer durch und wurde mit Bronze belohnt.
Nun kam auch Hans-Jörg zu seinem Einsatz. Er konnte sich lange im vorderen Mittelfeld halten, erst im letzten Schießen verlor etwas den Anschluss. Als achter im starken Feld konnte er mit dem deutschen Team die Goldmedaille vor dem britischen Team holen.
Biathle
Am Sonntag standen dann die Einzelrennen an, die bei noch höherer Luftfeuchtigkeit ausgetragen wurden, was zu einen Dauereinsatz der Sanitäter führte. Eine Reihe von Athletinnen und Athleten, selbst aus Südafrika, verzichteten aus gesundheitlichen Gründen deshalb auf einen Start. In einigen Klassen gingen mehr als die Hälfte der Gemeldeten nicht ins Rennen. Auch Hans-Jörg strich angesichts dieser Bedingungen die Segel. So wurden dann auch die Master 60+ und 70+ in einem Rennen zusammengelegt. Halbwegs frisch waren eigentlich nur die drei US-amerikanischen Athleten, die keine Staffeln gelaufen hatten. Und so bildeten David Longarce, John Hollenhorst und Manuel Alvarez auf dem ersten Laufsplit eine Gruppe, der Kurt mit Abstand folgte. Im Wasser konnte er bis auf David alle einsammeln. Aber einfangen konnte er ihn nicht mehr und holte die Silbermedaille. Emily konnte ihre Routine ausspielen und lief hinter ihrer spanischen Dauerrivalin Begonia Garcia ungefährdet auf den Silberplatz.
